Christian Wichmann nutzt das Licht in seinen Skulpturen um zu beleuchten und gleichzeitig, ähnlich einem Scheinwerfer, Themen, wie das Sterben der Arten in den
Fokus zu stellen. Er wirft durch seine leuchtenden Skulpturen Lost Creatures einen Lichtstrahl in die Dunkelheit der Meere und jene des menschlichen Gedächtnisses, um den
Zusammenhang zwischen unbedachtem Lebenswandel und Veränderung des Lebensraums der Schöpfung aufzuzeigen. So erobert er den reell existierenden Raum mit plastischen Objekten, die im ersten Moment
recht humorvoll wirken, mit der Zeit aber immer nachdenklicher stimmen. Seine Lost Creatures thematisieren die Eingriffe des Menschen in die Natur, besonders in die Tiefsee, wo sich der
Plastikmüll absetzt. Diese Kreaturen die mal mit Tentakeln bestückt sind, mal an puristische Einzeller erinnern, stehen für die letzten ihrer Art, die durch unnatürliche Kost zu Skeletten
mutierten.
Zitat, Elisabeth Hoffmann, Reminiszenzen an die Natur, Ausstellungsrezension im Kulturmagazin „Fink“, Modern Studio (Freising am 10.3.2020)
Last Duck Tongue Beetle, 2019
35 x 14 x 50 cm, Mosaik, Kunststoffe, LEDs
Last Blowfish, 2019
90 x 80 x 65 cm, Acrylglas, Kunststoffe, Leuchten
Last Coral, 2016
Relief 198 x 48 x 35 cm, Acrylglas, Kunststoffe, Leuchten, dimmbar
Last Hammerheadshark, 2020
90 x 93 x 54 cm, Acrylglas, Kunststoffe, Leuchten
Angel 1, 2022
89 x 46 x 38 cm, Glas, Mosaik, Acrylglas, LEDs
Red-Eyed Tick, 2016
66 x 90 x 52 cm, Mosaik LEDs
Kleiner Drache, 2025
50 x 45 x 25 cm, Mosaik, Kunststoffe, LEDs