Christian Wichmanns Lichtobjekte lassen in mehrfacher Hinsicht Assoziationen buchstäblich aufleuchten. Sie sehen aus wie geheimnisvolle wissenschaftliche Apparaturen, wie futuristische Steuerungskonsolen oder phantastische biomorphe Gebilde mit Tentakeln, sie muten an wie experimentelle Versuchsanordnungen, die in ihrer differenzierten, zum Teil durchaus grellen Farbigkeit Messergebnisse in Licht umwandeln.
Vor Quadraten und Rechtecken aus farbigem Plexiglas, mit Kabelbindern eingespannt in dreidimensionale Konstruktionen aus Metallteilen von IKEA-Schuhregalen, schweben, mit LEDs bestückt, von Innen heraus leuchtende Ping-Pong-Bälle, Eisformen, Majonnaisegefäße oder Spülschwämme. Gardena-Bewässerungsschläuche dienen zur Stromführung. (...) Sie könnten aber auch visuelle Modelle synästhetischer Symphonien darstellen, verschlüsselte Notationen aus Farbe, Licht und Glas, die in der Betrachtung zum Klingen gebracht werden, so Stefan Graupner.